Wildcamping in Deutschland

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(c) CC0 pixabay.com

Die momentanen frühlingshaften Temperaturen lassen uns schon vom nächsten Urlaub träumen. Viele Reisen muss man ja auch schon weit im Voraus buchen. Aber wie wäre es denn mal mit einem Urlaub ohne Zwang, mitten in der Natur, in absoluter Freiheit? Wir haben das Phänomen Wildcamping mal genauer unter die Lupe genommen!

In manchen Ländern wie Schweden oder Norwegen ist das Übernachten im Freien etwas ganz Klassisches. Doch wie sieht das in Deutschland aus? Darf man das überhaupt und was genau sollte man beachten?

Diese Fragen sind besonders für die aufkommende Urlaubsplanung wichtig. Gerade, weil Deutschland auch als Urlaubsziel viel zu bieten hat, ist es ganz praktisch, sich auch mal mit diesem Thema zu beschäftigen! Nach einer langen Wanderung oder Radtour einfach das Zelt aufbauen – dort, wo man gerade ist – stellt für viele den Inbegriff von Freiheit dar. Dafür haben wir ein paar Tipps, damit der Urlaub nicht zum Reinfall wird oder durch Geldstrafen einen bitteren Beigeschmack bekommt.

Also erst einmal vorne weg: Übernachten ist eigentlich überall erlaubt, wo es nicht ausdrücklich verboten ist. (Trotzdem sollte man hier die Gesetzeslage nochmal genau checken, diese variiert von Bundesland zu Bundesland.) Die Gesetzeslücke nennt sich Lagern beziehungsweise Biwakieren. Beim Lagern pausiert man nur – man ruht sich also aus, macht eine Pause – kann sich dafür natürlich auch hinlegen und mit einem Zelt vor dem Wetter schützen. 😉 Biwakieren ist das Übernachten im Freien ohne Zelt. Dieses ist gesetzlich gar nicht geregelt. Wenn Ihr also eine Plane über Euch spannt, kann Euch rein rechtlich gar nichts passieren!

1. Tipp: Naturschutzgebiete sind Tabu! Genauso wie private Grundstück (wie Gartenflächen oder auch Wälder). Hier kann es zu hohen Geldstrafen kommen, wenn Ihr von jemanden angezeigt werdet.

2. Tipp: Spät auf- und früh abbauen. Mögliche Probleme mit anderen Menschen kann es natürlich nur geben, wenn Ihr von diesen entdeckt werdet. Wenn Ihr Euer Lager an einem Sonntag um 15:00 Uhr aufstellt, ist die Wahrscheinlichkeit recht groß, dass Euch jemand auf seinem Spaziergang entdeckt, dem es nicht so gefällt, dass Ihr dort übernachtet. Also lieber erst gegen Abend das Lager aufbauen und morgens frühzeitig aufbrechen.

3. Tipp: Auch wenn es noch so romantisch sein kann: Offenes Feuer ist nur an den dafür ausgeschilderten Stellen erlaubt! Besonders in trockenen Sommertagen kann ein unkontrolliertes, kleines Feuer zu großen Waldbränden führen. Hier drohen Strafen von bis zu 5000 Euro. Also lieber darauf verzichten!

4. Tipp: Es sollte sich eigentlich von selbst verstehen: wenn Ihr in der Wildnis übernachtet, solltet Ihr den Geräuschpegel auf ein Minimum reduzieren. Das reduziert außerdem die Chance, dass Ihr erwischt werdet 😉

5. Tipp: Es gehört zum guten Ton, dass man seinen Müll natürlich mitnimmt, wenn man weiter zieht! Immer wieder wird in den Nachrichten die Umweltverschmutzung thematisiert, also achtet bitte darauf, gerade wenn Ihr in der Natur übernachtet, dass Ihr die Natur pflegt und ihr nicht zusätzlich mit Müll schadet.

(c) CC0 pixabay.com

Ansonsten steht Euch die Natur natürlich immer offen und wenn der kommende Sommer so warm wird wie der vergangene, ist Urlaub in Deutschland perfekt und Urlaub in der Natur ja eigentlich sowieso. (LN)