Zu seltsam zum Leben, zu außergewöhnlich zum Sterben!

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Panic! At the Disco: Das ist der Name einer amerikanischen Band, die zum Glück nicht nur Panik in der Disko verbreitet. Das wäre denkbar unromantisch. Die Band macht auch nicht romantische Musik im klassischen Sinne und nicht jedes ihrer Alben wäre geeignet, auf einer Webseite wie dieser erwähnt zu werden.

Aber ein Album hat es eben doch verdient: „Too Weird to Live, too Rare to Die!“ heißt dieses Album und wer es kennt, weiß, dass in diesem Titel eine gute Portion Melancholie und jede Menge gewaltige Gefühle mitschwingen.

Romantische Rocker und die große Liebe

Stilmäßig ist das Album schwer einzuordnen. Eigentlich fällt Panic! At the Disco in die Kategorie Rockband, allerdings ist das Album eher in die Schienen Elektropop und Hip Hop einzusortieren.

Ein Schimmer von Las Vegas schwingt in allen Liedern mit, was von Lead Sänger Brendon Urie beabsichtigt ist, denn in Las Vegas ist er aufgewachsen. Der Titel „Too Weird to Live, too Rare to Die!“ bezieht sich ebenfalls auf die schillernde Wüstenstadt, denn der Satz ist im Buch „Fear and Loathing in Las Vegas“ wieder zu finden.

Aber was macht dieses Album jetzt romantisch?

Es ist wohl – neben der fantastischen Stimme des Sängers – die Geschichte, die das Album erzählt. Es ist die Geschichte eines Jugendlichen, der seine Erfahrungen im Partyleben von Las Vegas macht, sexuelle Erfahrungen und der die Liebe kennenlernt. Es ist die Geschichte von jemandem, der erwachsen wird und dessen Gefühlsreichtum ihn mit jedem Titel stärker macht. Die Titel des Albums sind Zeugnisse der Etappen, die Brendon Urie selbst in seinem jungen Leben erlebt hat. Begonnen mit dem Frust, zu jung für ein Partyleben in Las Vegas zu sein, bis hin zu Drogenabstürzen und Affären. Später schwingt die Freiheit, die das Alter mit sich bringt, mit. Aber auch die Gefangenschaft in den eigenen Gefühlen. Doch am Ende steht unverwüstlich die Liebe.

Das letzte Lied „The End of all Things“ bezieht sich auf das Versprechen, das Brendon zwei Tage nachdem er den Song geschrieben hatte seiner Ehefrau Sarah auf der Hochzeit gab. Ihr schrieb der Sänger außerdem den Song „Sarah Smiles“ auf dem Album „Vices & Virtues“, in den es sich lohnt, hinein zu hören.

Das gewisse Etwas

Brendon Urie sticht durch seine gewaltige Stimme heraus. Egal wie hoch oder tief ein Ton ist, egal wie schnell der Sprung erfolgt, seine Stimme ist immer kraftvoll und dramatisch. Zudem besitzt die Klangfarbe seiner Stimme immer diese schöne Melancholie. Ein warmer, tiefer Blauton, wenn ich versuchen müsste es zu beschreiben. Besonders schön ist die Spanne seiner Stimme in den Liedern „This is Gospel“ und „Casual Affair“ zu hören.

„Too Weird to Live, too Rare to Die!“ ist das vierte Studioalbum der Band Panic! At the Disco und wurde 2013 veröffentlicht. Es besteht aus 10 Songs:

  • This Is Gospel
  • Miss Jackson (Feat. Lolo)
  • Vegas Lights
  • Girl That You Love
  • Nicotine
  • Girls/Girls/Boys
  • Casual Affair
  • Far Too Young To Die
  • Collar Full
  • The End Of All Things

Viel Spaß beim Reinhören! (CD)